Rechtsanwalt Logo
  • Theodor-Heuss-Str.11
  • 70174 Stuttgart
  • Tel: 0711 30 58 93-0
  • Fax: 0711/30 58 93-11
  • henn@drgaupp.de
  • http://www.drgaupp.de


  • Anwaltsnewsletter

Geschlecht
Name:
Email

Versetzung einer Tageszeitungsredakteurin in eine Entwicklungsredaktion

(10.03.2010) (Arbeitsrecht)

(Stuttgart) Nach § 106 Satz 1 GewO kann der Arbeitgeber den Inhalt der Arbeitsleistung nach billigem Ermessen näher bestimmen, soweit die Arbeitsbedingungen nicht durch den Arbeitsvertrag, Bestimmungen einer Betriebsvereinbarung, eines anwendbaren Tarifvertrags oder gesetzliche Vorschriften festgelegt sind.
Darauf verweist der Stuttgarter Fachanwalt für Arbeitsrecht Michael Henn, Präsident des VdAA - Verband deutscher ArbeitsrechtsAnwälte e. V. mit Sitz in Stuttgart unter Hinweis auf das Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 23. Februar 2010 - 9 AZR 3/09.
In dem Fall ist die Klägerin seit 1994 bei der Beklagten, einem Zeitungsverlag, als Redakteurin beschäftigt. Sie war zuletzt in der Redaktion Reise/Stil tätig. Im Arbeitsvertrag haben die Parteien u. a. geregelt:
· „Der Verlag behält sich vor, dem Redakteur andere redaktionelle oder journalistische Aufgaben, auch an anderen Orten und bei anderen Objekten zu übertragen, wenn es dem Verlag erforderlich erscheint und für den Redakteur zumutbar ist …“
Die Beklagte versetzte die Klägerin mit Wirkung vom 19. Juni 2007 in die neu gebildete Service- und Entwicklungsredaktion. Dort sollte die Klägerin mit zwei weiteren Redakteurinnen und einem Teamleiter u. a. eine Gesundheitsbeilage entwickeln. Mit ihrer Klage begehrt die Klägerin die Feststellung, dass die ausgesprochene Versetzung unwirksam ist. Sie verlangt außerdem Beschäftigung in der Redaktion Reise/Stil.
Das Arbeitsgericht hat die Klage abgewiesen. Das Landesarbeitsgericht hat der Klage stattgegeben. Die Revision der Beklagten blieb vor dem Bundesarbeitsgericht ohne Erfolg, betont Henn.
Nach dem Arbeitsvertrag ist die Beklagte nur berechtigt, der Klägerin eine Redakteurstätigkeit bei anderen Objekten/Produkten zu übertragen. Es gehört nicht zum Berufsbild des Redakteurs, nur neue Produkte zu entwickeln, ohne noch zur Veröffentlichung bestimmte Beiträge zu erarbeiten. Zudem übertrug die Beklagte der Klägerin keine anderen Produkte, sondern entzog ihr ausschließlich die bisher bearbeiteten Produkte.

Suche nach weiteren Artikeln

Loading

Weitere Veröffentlichungen dieses Rechtsanwaltes

Urlaubsplanung sorgt häufig für betrieblichen Streit (Arbeitsrecht)
Rechtsanwalt Henn stellt sich vor:
Bei Lohn und Gehalt müssen alle Arbeitnehmer eines Betriebes gleichbehandelt werden (Arbeitsrecht)
FG Rheinland-Pfalz: Kann eine Bewerbung um eine Stelle als Zeitsoldat als Bewerbung um einen Ausbildungsplatz i.S. des Kindergeldrechtes angesehen werden? (Arbeitsrecht)
Bundesarbeitsgericht zur „Andere Abmachung“ nach § 4 Abs. 5 TVG (Arbeitsrecht)
Bundesarbeitsgericht zur Nachbindung an einen Tarifvertrag nach § 3 Abs. 3 TVG – „Andere Abmachung“ nach § 4 Abs. 5 TVG (Arbeitsrecht)
Landessozialgericht Hessen: Canyoning-Unfall ohne Versicherungsschutz (Arbeitsrecht)
Landesarbeitsgericht Mainz: Lohnfortzahlung im Krankheitsfall besteht nicht immer - Überraschendes Urteil für arbeitsunwillige Arbeitnehmer (Arbeitsrecht)
Landesarbeitsgericht Hessen weist 71 Berufungen im Zusammenhang mit der Einstellung der Betriebsrentenzahlungen der Firma YMOS AG ab (Arbeitsrecht)
Tarifvertrag über die Zuordnung von Betrieben (Arbeitsrecht)
Bundesverfassungsgericht erteilt einem Schweinfurter Richter eine Abfuhr (Erbrecht)
Welche Vorteile bietet ein Erbvertrag? (Erbrecht)
Sozialhilfeträger muss auch bei privater Krankenversicherung vollen Krankenkassenbeitrag übernehmen (Arbeitsrecht)
Arbeitgeber muss vorausgehende Arbeitslosigkeit nicht bescheinigen (Arbeitsrecht)
Hohe Anforderungen an Arbeitgeber zur Vermeidung illegaler Beschäftigung (Arbeitsrecht)
Bundesarbeitsgericht zur Wirksamkeit einer Haushaltsbefristung (Arbeitsrecht)
Berufsunfähigkeitsrente trotz erfolgreicher Umschulung (Arbeitsrecht)
Bundesarbeitsgericht zur Pflicht des Arbeitgebers zur Wahrung der Interessen seiner Arbeitnehmer (Arbeitsrecht)
Abwrackprämie im Bezug von Arbeitslosengeld II (Arbeitsrecht)
Ungleichbehandlung von Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft im Bereich der betrieblichen Hinterbliebenenrente (VBL) verfassungswidrig (Arbeitsrecht)
Verdacht der Beteiligung an einem "Lottogewinn-Betrug" reicht für außerordentliche Kündigung des Arbeitnehmers (Arbeitsrecht)
Arbeitsgericht Stuttgart: Keine mehrmalige Inanspruchnahme von Pflegezeit pro pflegebedürftigen nahen Angehörigen (Arbeitsrecht)
Weisungsrecht des Arbeitgebers für die Arbeitszeitverteilung bei Sonn- und Feiertagsarbeit (Arbeitsrecht)
Bundesarbeitsgericht zum Freizeitausgleich für Bereitschaftsdienst (Arbeitsrecht)
Verspätete Abgabe des Antragsformulars für Arbeitslosengeld II führt nicht zur Verwirkung (Arbeitsrecht)
OVG Lüneburg: Allgemeiner Gleichbehandlungsgrundsatz nach dem AGG gilt auch im Auswahlverfahren um die Stelle eines kommunalen Wahlbeamten (Arbeitsrecht)
Kündigung eines Angestellten wegen „Stromdiebstahl“ im Wert von 1,8 Cent unwirksam (Arbeitsrecht)
Aufsehenerregendes Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) (Arbeitsrecht)
Neues Erbrecht seit 1. Januar 2010 nun in Kraft (Erbrecht)
Bundesregierung plant erbrechtliche Gleichstellung aller nichtehelichen Kinder (Erbrecht)
Regelungen des Landes Baden-Württemberg zur Förderung von Kindergärten teilweise unwirksam (Erbrecht)
Bundesregierung plant Reform des Vormundschaftsrechts (Familienrecht)
Gehalt von nur 750,-- € brutto monatlich für eine qualifizierte Altenpflegerin ist sittenwidrig (Arbeitsrecht)
Keine Leistungsklage auf Abfindung aus einem nach Anzeige der Masseunzulänglichkeit vereinbarten Sozialplan (Arbeitsrecht)
Aufsehenerregendes Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) (Arbeitsrecht)
Vierter Senat des Bundesarbeitsgerichts beabsichtigt Änderung der Rechtsprechung zur Tarifeinheit (Arbeitsrecht)
Klage gegen Postmindestlohnverordnung vor dem Bundesverwaltungsgericht erfolgreich (Arbeitsrecht)
Immer wieder gerichtlicher Streit bei sog. Geliebtentestamenten (Erbrecht)
Verwaltungsgericht Münster: BAföG-Beschränkung für Auslandsdeutsche europarechtswidrig (Verwaltungsrecht)
Bundesgerichtshof zur Rückforderung schwiegerelterlicher Zuwendungen (Erbrecht)
Niedrigere Besoldung für Beamte und Richter trotz Beförderung verfassungsgemäß? (Arbeitsrecht)
Profifußballer ist weisungsgebundener Arbeitnehmer (Arbeitsrecht)
Sozialgericht Düsseldorf: Kein Anspruch auf Witwenrente bei Ehe, die weniger als ein Jahr bestanden hat (Erbrecht)
Keine Altersdiskriminierung durch auf jüngere Arbeitnehmer beschränktes Angebot von Aufhebungsverträgen (Arbeitsrecht)
Versetzung einer Tageszeitungsredakteurin in eine Entwicklungsredaktion (Arbeitsrecht)
Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg fällt Urteil im sog. "Kinderreisebettfall" (Arbeitsrecht)
Keine Urnenbeisetzung auf Privatgrundstücken (Verwaltungsrecht)
Bundesgerichtshof zur Rückforderung schwiegerelterlicher Zuwendungen (Erbrecht)
Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg weist Antrag auf Abbruch der Betriebsratswahlen bei der Daimler AG zurück (Arbeitsrecht)
Kündigung im Fall "Essensmarke" für 80 Cent ist unwirksam (Arbeitsrecht)
Schadensersatz wegen unrichtiger Arbeitgeberauskunft (Arbeitsrecht)
Jedes Jahr zur Urlaubszeit: Streit um den Urlaubsanspruch (Arbeitsrecht)
Beamte haben keinen Anspruch auf finanziellen Ausgleich von nicht genommenem Urlaub (Arbeitsrecht)
Folgen einer Trunkenheitsfahrt für die Ernennung zum Soldaten auf Zeit (Arbeitsrecht)
Schadenersatz und Entschädigung wegen unterbliebener Einstellung bei einem öffentlichen Arbeitgeber (Arbeitsrecht)
Neuberechnung des Vergleichsentgelts bei Alleinerziehenden nach Beendigung des Grundwehr- oder Zivildienstes ihres Sohnes (Arbeitsrecht)
Lkw-Fahrer muss Bußgeld über 8.500 Euro wegen Lenkzeitüberschreitung aus eigener Tasche zahlen (Arbeitsrecht)
BGH ändert Rechtsprechung für Wertberechnung bei Geltendmachung von Pflichtteilsergänzungsansprüchen im Rahmen von Lebensversicherungsverträgen (Erbrecht)
Briefwerbung für Grabmale erst zwei Wochen nach Todesfall zulässig (Erbrecht)
Eltern haften als Erben mit dem Nachlass für rechtmäßig an ihr contergangeschädigtes Kind erbrachte Sozialhilfeleistungen (Erbrecht)
Erste arbeitsrechtliche Abmahnung im Zusammenhang mit der Aschewolke landet vor einem Arbeitsgericht (Arbeitsrecht)
Sozialgericht Aachen: Essenszuschuss ist beitragspflichtiger Arbeitslohn (Arbeitsrecht)
Rentenversicherungsrecht: Taxi statt Rente (Arbeitsrecht)
Zurückstellung vom Wehrdienst wegen Teilnahme an Industriemeisterkurs (Arbeitsrecht)
Auskunftsanspruch eines abgelehnten Stellenbewerbers? (Arbeitsrecht)
Streit um einen „vererbten“ Hund landet vor dem Amtsgericht München Ältere Testamente immer mal wieder überprüfen! (Erbrecht)
Fehlendes Testament sorgt später häufig für gerichtlichen Streit in der Familie Gesetzliche Erbfolge bringt so manche Überraschung (Erbrecht)
Verwaltungsgericht Köln: Keine Rückzahlung von Fördermitteln wegen der Schließung des Forschungszentrums Nokia Research Center in Bochum (Arbeitsrecht)
Bundesarbeitsgericht zur Weitergeltung tariflicher Regelungen bei einem Betriebsübergang (Arbeitsrecht)
Bereitstellung eines Parkplatzes durch den Arbeitgeber (Arbeitsrecht)
Grundsatz der Tarifeinheit (Arbeitsrecht)
Arbeitsrechtliche Gleichbehandlung beim Umzug des Bundesnachrichtendienstes (Arbeitsrecht)
Verwaltungsgericht Trier bestätigt Dienstentfernung eines Polizeibeamten wegen gefälschter Gebührenquittungen (Verwaltungsrecht)
Erlöschen des Urlaubsanspruchs bei Pflege eines erkrankten Kindes im Urlaubszeitraum (Arbeitsrecht)
Notarielles Schuldanerkenntnis bei zuvor eingeräumten Unterschlagungen am Arbeitsplatz (Arbeitsrecht)
Fristlose Kündigung einer langjährigen Bahnbeschäftigten wegen Vorlage einer falschen Quittung an den Arbeitgeber (Arbeitsrecht)
Bundesarbeitsgericht zu Internet und E-Mail für einzelne Betriebsratsmitglieder (Arbeitsrecht)
Bundesarbeitsgericht zur Weitergeltung tariflicher Regelungen bei einem Betriebsübergang (Arbeitsrecht)
Bei einer Erbengemeinschaft muss jeder einzelne Erbe verklagt werden (Erbrecht)
Bundesverfassungsgericht erklärt Abführung von Vermögensrechten nicht auffindbarer Miterben an den Entschädigungsfonds für verfassungsgemäß (Erbrecht)
Wenn der Vater das Geld vom Sparbuch der Tochter abhebt (Erbrecht)